Nashi-Birne
Asiatischer Birnengenuss

Die Nashi-Birne (Pyrus pyrifolia) gehört wie die heimische Kultur-Birne zur Gattung der Birnen in der Familie der Rosengewächse. Ihre ursprüngliche Herkunft ist China, sie wird aber in ganz Asien angebaut. Der japanische Name „Nashi“ bedeutet schlichtweg „Birne“.

Seit einigen Jahrzehnten wird die Nashi auch außerhalb Asiens kultiviert, unter anderem in Europa, den USA, Australien und Neuseeland.

Die Pflanze wächst als Baum und stellt ähnliche Ansprüche wie die heimische Birne, daher eignet sie sich gut für den Anbau hierzulande. Erste Erträge sind meist ab dem zweiten Standjahr zu erwarten.

Die apfelähnlichen, hellgelben Früchte sind ab Anfang August oder Anfang September etwa drei Wochen lang pflückreif. Der optimale Erntezeitpunkt ist recht schwer festzustellen, da die Früchte zunächst hart sind und dann plötzlich weich und saftig werden. Dadurch sind sie sehr druckempfindlich, bekommen schnell matschige Stellen und sollten daher vorsichtig geerntet und transportiert werden. Kühl gelagert können sie vier bis sechs Wochen aufbewahrt werden.

Der Geschmack der Nashi-Birnen erinnert an die heimische Birne, sie sind jedoch wässriger und weniger aromatisch. Sie können direkt vom Baum mit der Schale gegessen oder auch zur Zubereitung von Marmeladen, Desserts oder Kuchen verwendet werden. Außerdem passen sie ähnlich wie die heimische Birne gut zu herzhaften Gerichten.

Hier wachsen die beiden Sorten Kosui und Nijiseilki:

  • Kosui ist eine Sorte mit großen, gelbbraunen bis bronzefarbenen Früchten. Im Namen, der übersetzt „wohltuendes Wasser“ bedeutet, spiegelt sich die Saftigkeit dieser Sorte wider.
  • Die Sorte Nijiseilki ist besonders winterhart und daher gut an unser Klima angepasst. Ihre gelbgrünen Früchte haben eine leichte Melonennote und sind im September reif.

Text: Isabell Albrecht / Bildnachweis: https://lesbonsplants.fr/wp-content/uploads/1970/01/Nashi-Tama.jpg