
Robuste Schönheit mit gesunden Früchten
Die Felsenbirne (Amelanchier) gehört zu den Kernobstgewächsen der Familie der Rosengewächse. Sie stammt aus Nordamerika, wo auch von den etwa 25 Arten die meisten verbreitet sind. In Europa ist hauptsächlich die Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis) zu finden, die in den gebirgigen Regionen Mittel- und Osteuropas gerne an sonnigen Steinhängen wächst.
Das anspruchslose Gehölz wächst strauchartig oder als kleiner Baum. Im Frühling bereichert die Felsenbirne das Agroforstsystem mit ihren weißen, sternförmigen Blüten. Da sie wärmeliebend ist und auch Trockenphasen übersteht, ist sie an die Klimaveränderungen gut angepasst. Wie der Name vermuten lassen könnte, ist sie jedoch nicht mit der Birne verwandt, sondern trägt kleine Äpfel als Früchte, welche auch gerne von Vögeln als Nahrungsquelle genutzt werden. Ihre Blätter werden gerne von Raupen verschiedener Schmetterlingsarten gefressen. Im Herbst verwandelt sich ihr Laub in warme, leuchtend gelb, orange bis rote Töne.
Ab Juni reifen die sehr gesunden Früchte mit heidelbeerähnlichem Geschmack heran. Sie reifen nicht gleichzeitig, sind zunächst grün, dann rosa und färben sich mit der Reife blauschwarz und werden ein wenig weich. Da die Kerne eine geringe Menge an Blausäure enthalten, die unbekömmlich wirken kann, sollten sie nicht zerkaut werden.
Die Früchte können frisch vom Strauch gegessen oder zu Marmelade mit leicht marzipanartigem Geschmack, Saft oder Likör verarbeitet werden. Früher wurden die getrockneten Früchte als Ersatz für Rosinen verwendet.
In der traditionellen Heilkunde galt der Strauch als sehr wertvoll, da Rinde, Blüten und Blätter vielseitig verwendet wurden. Beispielsweise können die Blätter, die von April bis Juni gesammelt werden, zu einem Tee aufgegossen werden, der bei Magen- und Darmbeschwerden unterstützend wirken kann.
Hier ist die Sorte ‚Smoky‚ gepflanzt – sie ist eine kanadische, ertragreiche Sorte. Die süßen Früchte sind etwa 1,5 cm groß und können ab Juli oder August geerntet werden.
Text: Isabell Albrecht | Bildnachweis: Wiebke Brinkmann-Roitsch

Auf der Suche nach dem 4. Buchstaben:
4 – Was können die getrockneten Beeren der Felsenbirne (zum Beispiel im Müsli) ersetzen?
O) Rosinen
B) Pilze
P) Chilis