


13 THYMIAN 


Thymus vulgaris
Thymian ist der Mittelmeerklassiker. Heilkraut und Würzkraut in einem, wird er frisch oder getrocknet gleichermaßen verwendet für Teeaufgüsse bei Erkältung oder zum Würzen italienischer oder provenzalischer Gerichte. Sein hoher Gehalt an ätherischen Ölen steht für seinen typischen Geschmack. Geschnitten wird immer nur das Grüne mehrmals vor der Blüte, dann erhält man die Pflanze für eine sehr lange Zeit gesund. Lässt man ihn blühen, finden Insekten zusätzliche Nahrung.

14 MAJORAN 

Origanum majoranum
Majoran ist verwandt mit dem Oregano und eigentlich ist er die gärtnerische Kulturform des wilden Oreganos, der im deutschen Dost heißt. Beide schmecken ähnlich. Der echte Majoran hat viel kleinere Blätter, die man besser frisch verwendet. Getrocknet werden vor allem die noch nicht ausgereiften Samen, die nach der Blüte noch grün dicht an dicht an den Stängelspitzen haften. Sie geben den typischen Geschmack, der jedes [Fleisch]gericht bekömmlicher macht.

15 OREGANO 


Origanum vulgare
Vulgare heißt gewöhnlich und weist darauf hin, dass die Pflanze in ihrer ursprünglichen, wilden Form erscheint. Sie wurde züchterisch nicht verändert. Oregano wird auch Dost genannt und gilt als klassisches Pizza-Gewürz. Getrocknet, frisch oder gekocht – wie fast alle mediterranen Kräuter verliert er kaum an Aroma. In der Heilkunde gilt er als schweißtreibend, krampf- und schleimlösend, also ein gutes Mittel gegen Erkältung.

16 ESTRAGON 
Artemisia dranunculus
Estragon gibt es wie das Bohnenkraut in zwei Versionen. Einjährig, dann ist es der französische, der der berühmten Sauce béarnaise ihren typischen Geschmack verleiht. Oder die russische Variante, die mehrjährig ist, aber weniger aromatisch schmeckt. Der russische Estragon wirkt medizinisch positiv auf das Verdauungssystem, kann aber auch harntreibend und fiebersenkend sein.

17 MELISSE 

Melissa officinalis
Melisse wird viel in der Küche angewendet. Ihr Geschmack nach Zitrone verfeinert so manche Süßspeise. Der lateinische Zusatz officinalis gibt den Hinweis auf ihre medizinische Verwendung. Man nutzt ihre Blätter frisch oder getrocknet. Als aromatischer Tee zubereitet kann sie abends bei Einschlafproblemen helfen.

18 ROSMARIN 

Rosmarinus officinalis
Rosmarin ist vor allem aus der Mittelmeerküche bekannt. Seine Nadeln enthalten reichlich ätherische Öle, die Leber und Galle anregen und die Verdauung fördern. Zum Würzen von Speisen kocht man besser einen ganzen Zweig mit, den man später wieder entfernt, denn die einzelnen Nadeln sind groß und hart, sie können beim Kauen stören.

19 SALBEI 



Salvia officinalis
Salbei gibt es in unzähligen Wild-, Zier- und Zuchtformen. Salvia officinalis ist der Hinweis auf die Heilkäutersorte. Salbei hat antiseptische Eigenschaften, die vor allem bei Zahnfleischproblemen hohe Wirksamkeit zeigen. Weiter hilft Tee aus Salbei bei nächtlichen Schweißausbrüchen oder Angstzuständen. Zu häufig und über einen längeren Zeitpunkt angewendet ist er schädlich, dann wirken die positiven Inhaltsstoffe giftig.

20 ROTBLÄTTRIGER SALBEI 



Salvia officinalis ‘Purpureum‘
Kräuterkenner ziehen den rotlaubigen Salbei dem graulaubigen vor, denn sie schätzen die Wirksamkeit seiner Inhaltsstoffe stärker ein. Für alle Kräuter aus der officinalis–Gruppe gilt jedoch: Die Dosis macht das Gift.

21 YSOP 



Hyssopus officinalis
Ysop ist dem Rosmarin in Wuchs und Geschmack ähnlich. Seine Blüten sind azurblau, Ysop ist nicht ganz so langlebig wie Rosmarin, vor allem bei feuchtem und kaltem Klima. Er hilft bei Erkältungskrankheiten der oberen Atemwege oder Fieber. Auch hier gilt, dass übermäßiger Gebrauch schädlich sein kann und mit Vorsicht zu genießen ist.
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