Aprikose - Annett-Gernhardt_DeFAF-e.V
APRIKOSE – Wärmeliebende Sonnenfrucht

Die Aprikose (Prunus armeniaca) ist ein Steinobst aus der Familie der Rosengewächse. Ursprünglich stammt der Aprikosenbaum aus Nordchina, wo er bereits seit über 4.000 Jahren kultiviert wird. Über Persien gelangte die Pflanze nach Armenien, was sich auch im botanischen Namen widerspiegelt: Pflaume von Armenien. In China symbolisiert sie weibliche Schönheit und den Wunsch nach Kindern. Heute werden Aprikosen vor allem in warmen Regionen wie der Türkei, Spanien und anderen Mittelmeergebieten angebaut.

Aprikosenbäume benötigen viel Wärme und sind deshalb in unserer Region nur selten in Gärten anzutreffen. Außerdem sind sie nicht sehr langlebig und zeigen oft bereits nach rund 15 Jahren erste Alterungserscheinungen. Der Baum wächst breit und ausladend und stellt als Obstgehölz eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen dar. Sein Herbstlaub verrottet schnell und eignet sich gut zum Kompostieren oder als Mulchmaterial.

Die Erntezeit für Aprikosen ist im Sommer zwischen Mitte Juli bis Mitte August. Bei voller Reife sind die Früchte weich, saftig und dunkelgelb, oft mit rötlichen Stellen an der Sonnenseite. Da Aprikosen nachreifen können, werden sie häufig leicht unreif geerntet. Sie eignen sich zum Frischverzehr, zur Herstellung von Marmeladen, Püree, Schnaps oder Trockenfrüchten.

Im Inneren des Steins befindet sich ein samenähnlicher Kern, der einer Mandel ähnelt. Er schmeckt bitter und wird wegen seines Aromas zur Herstellung von Persipan, Amaretto oder zum Würzen süßer Speisen verwendet. In größeren Mengen ist der Kern jedoch giftig. Aus den Kernen wird außerdem Aprikosenkernöl gewonnen, das in der Küche, der Konditorei und in der Kosmetik Verwendung findet.

Hier sind Bäume der Sorte ‚Goldrich‚ sowie der Sorte ‚Ungarische Beste‚ gepflanzt:

Goldrich ist eine Sorte, die in den USA gezüchtet wurde und große Früchte mit süßem Aroma liefert. Sobald im Juli die ersten Früchte vom Baum fallen, ist der optimale Erntetermin gekommen.

Die Ungarische Beste stammt ursprünglich aus Ungarn und ist eine reichtragende Sorte, die etwas widerstandsfähiger gegen Kälte ist als andere Sorten. Dank ihres hohen Pektinanteils können aus ihren Früchten leckere Marmeladen mit weniger Zucker hergestellt werden. Anfang bis Mitte August können die reifen Früchte geerntet und lange gelagert werden.

Text: Isabell Albrecht | Bildnachweis: DeFAF e.V. – Annett Gernhardt

BILDUNGSSTATION 3.

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